Passivhaus
Das Thema Energieeffizienz in Gebäuden ist in den vergangenen 20 Jahren stark beforscht worden und hat unter anderem als eines der wesentlichsten Ergebnisse den Passivhausstandard hervorgebracht.
Passivhausstandard bedeutet, für den Gesamtbetrieb eines Gebäudes samt der Energie für die darin stattfindenden Tätigkeiten u. a. einen bestimmten Wert an Primärenergie (120 kWh/m²netto beheizt,a) nicht zu überschreiten.
Damit dies gewährleistet ist, muß ein Gebäude in unserem Klima normalerweise sehr hoch wärmegedämmt werden (ca. 25-35 cm), 3 fach verglaste Fenster besitzen, eine luftdichte Gebäudehülle aufweisen die im sog. blower door test geprüft wird; es muß Wärmebrücken minimieren, eine hoch stromeffiziente Lüftungsanlage (0,3W/m³) mit Wärme und Feuchterückgewinnung und sommerlichen Wärmeschutz z.B. in Form einer außen liegenden Jalousie, ausreichender Lüftungsmöglichkeiten und Speichermassen besitzen. Darüber hinaus muß der Aufwand für Warmwasser und Beleuchtung, sowie für den Betrieb von Haushaltsgeräten, Computern oder anderen Verbrauchern, minimiert werden.
Dieser Standard bringt intelligent angewendet neben seinem geringen Energieverbrauch auch noch eine deutliche Komfortverbesserung für den Nutzer mit sich.
Selbstverständlich hört die Frage der Energieeffizienz beim Gebäude nicht auf, weswegen gleichzeitig mit der Erreichung eines hohen Effizienzstandards immer auch die Beschäftigung mit dem Standort eines Gebäudes und der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln einhergehen muss.
Da darüber hinaus 95% der Gebäude Bestandsgebäude sind, ist oberstes Ziel, diesen Passivhausstandard auch in der Sanierung in einem ganzheitlichen Sanierungskonzept anzuwenden (gleichzeitig mit dem Beheben funktionaler und qualitativer Mängel wie Grundriss, Freiraum, Belichtung)

















